Società „ART EDGAR VITAL“

Am 20. November 2008 wurde die Società „ART EDGAR VITAL“ (SARTEV) gegründet.

Zweck - Der Verein bezweckt mit seiner Tätigkeit dem interessierten Publikum das Werk und das Leben des Kunstmalers Edgar Vital aus Ftan, Graubünden, näher zu bringen. Des Weiteren möchten wir nach und nach das in öffentlichem und privatem Besitz zugängliche Werk Edgar Vitals inventarisieren. Auch sammeln und bearbeiten wir Dokumente zum Leben und Werk des Künstlers.

Projekt Sammlung Hans Fontana (1919-2006) – Ein hoch gesetztes Ziel der Vereinsmitglieder war, die Gemäldesammlung „Edgar Vital“ aus dem Nachlass H. Fontana, Donat, als Einheit zu sichern. Altpfarrer Hans Fontanas Wunsch, der Sammlung eine rechtliche Form zu geben und ihre Erhaltung auf lange Sicht zu garantieren, hat die Società „ART EDGAR VITAL“ aufgenommen und umgesetzt. Dank grosszügigen Spenden verschiedener Stiftungen, Institutionen und Privatpersonen, konnte die SARTEV am 30. April 2010 die vollständige Sammlung "Fontana" erwerben. Neue Besitzerin ist die steuerbefreite Fundaziun "ART  EDGAR VITAL" (FARTEV), welche am 25. März 2010 von der SARTEV als Stifterin errichtet wurde.

Edgar Vital, Piz Mezdi; Aquarell (1930)
Edgar Vital, Piz Mezdi; Aquarell (1930)

… „Und doch scheint uns, sein Werk ge­höre wesentlich jenem En­ga­din, dessen Kultur immer wieder faszi­niert hat und we­sentlich auch von Malern bestritten worden ist. Die­sem Engadin, dem auch unsere Liebe stets neu gehört, möge denn alles, was wir im Sinne der Erhal­tung einer seiner Grössten zu tun su­chen, gehören!“1… 

.… „Darüber hinaus aber wird nach We­gen ge­sucht, dieser Sammlung eine rechtliche Form zu geben, die ihre Er­haltung auf lange Sicht garan­tiert. Auch hier ist es keine Frage, dass wir diese Wege zu finden und zu gehen wissen“.1

 

Nachlass Sammlung H. Fontana - „Kenner wissen schon seit vielen Jahren, dass Pfarrer Hans Fontana (1919 – 2006) die Kunst Ed­gar Vi­tals zeitlebens unterstützt hat. In für Bündner Verhältnisse schon fast ein­zigartiger, selbstloser Weise hat er Publikationen über Edgar Vital herausge­geben und Werke dieses und weiterer Künstler gekauft. Das Ergebnis der Auf­bauarbeit Fontanas war bis zu sei­nem Tod im Landrichterhaus in Donat zu sehen.

Die „Sammlung Edgar Vital“ bietet einen breiten Querschnitt durch das Leben des Künst­lers und ist für die Bündner Kunstgeschichte von grosser Be­deutung. Wie beim Werk vieler anderer Maler lässt sich auch hier ein durchaus qualitatives Gefälle feststellen. Spannend und aussagekräftig ist es jedoch als Gesamtes. Thematisch umfasst es das ganze Spektrum von den Landschaften über Bildnisse und Genres bis zu Blumenstilleben. Faszinierend ist die spontane, nie kleinliche Wiedergabe des Gesehenen, das den Cha­rakter eines Feuerwerks annehmen kann.

Es ist sehr zu wünschen, dass die Sammlung Edgar Vital möglichst zu­sammen bleiben kann. In dieser Ein­heit wird das breite künstleri­sche Schaffen erst erleb­bar. Be­sonders schön wäre eine dauernde Präsenta­tion der Bilder im Tal der Ent­ste­hung, im Unterengadin. Zwi­schen der gemalten und der realen Land­schaft ent­stünde so ein dauer­hafter Dialog, der bei Einheimischen und Gästen zu wei­teren künstlerischen und sozialgeschichtlichen Erfor­schungen anre­gen könnte. Es be­steht die Chance, mit dem Blick auf Vital die Landschaft des Unterengadins in neuem Lichte zu sehen. Aber auch die anderen Bildgattungen erlau­ben einen Ein­blick in die Entwicklung einer geradlinigen Künstlerpersönlichkeit, die Er­fah­rungen des Impressionismus und des Expressionismus zu einer eigenständigen Bilderspra­che verwob“.2

Quellen:

1) Hans Fontana (1969), Edgar Vital - Zeichnungen und Skizzen - Mit einem Beitrag von Dr. Ulrich Christoffel

2) Dr. Leza Dosch (2002), Zum Werk von Edgar Vital; Korrespondenz mit dem Amt für Kultur Kt/GR.